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Der Schmerz Gottes!
(The Pain of God!)


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Von David Wilkerson
5. Juni 1995
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Die Bibel sagt uns, dass wir nie glauben drfen, Gott sei ein kalter, gefhlloser Vater. Unser Gott hat tiefes Mitgefhl! Er ist empfindsam. Sein Herz kann bewegt werden. Tatsache ist, dass Er um unsere Schwachheit wei und Mitleid hat. (Heb. 4, 15)

Gott empfindet nicht nur Schmerz, sondern auch Trauer. Erinnern Sie sich daran, wie Jesus am Grabe des Lazarus weinte. Hier sehen wir den Mensch gewordenen Gott weinen! Dies zeigt uns, dass unser Herr mit uns fhlt und mit uns weint. Schlielich hat Jesus gesagt, dass "...wer mich gesehen hat, der hat den Vater gesehen..." (Joh. 14,9)

Einen weiteren Einblick in den Schmerz Gottes erhalten wir im Garten von Gethsemane. Einige Stunden bevor die Schergen kamen, um Jesus dem Hohepriester auszuliefern, weinte Er so stark und mit solch einem Gefhl, dass sich Seine Trnen mit Blut vermischten. Gott war mit Schmerz erfllt ber die Snden der Menschheit!

Haben Sie sich jemals gefragt, warum Jesus im Garten weinte - warum Er solch einen Schmerz empfand? Es war nicht wegen der Schmerzen, die Er am Kreuz erleiden wrde. Nein, Jesus verlangte nicht danach, den Kelch zurckzuweisen.

Vielmehr - so glaube ich - schaute Jesus auf all die Jahre der Menschheit bis zu Seiner Wiederkunft. Und als Er diese Jahre so betrachtete, sah Er das Unvorstellbare. Er sah die Massen der Menschen, die Sein freies Angebot der vlligen, totalen Erlsung ablehnten. Er sah die Schmerzen, die sie auf Grund dieser Ablehnung erwarteten.

Jesus jammerte nicht: "Ich werde in Krze Mein Blut vergieen und solche Schmerzen durchmachen - doch ihr lehnt Mich ab! Ich werde mit euch am Gerichtstag abrechnen. Fr euch wird es einen Zahltag geben!"

Nein! Jesus weinte ber die vielen Millionen, die noch kommen wrden - die von Seinem freien Angebot der Rettung, Gnade, Segnung und Salbung hren, doch nichts davon annehmen wrden. Christus weinte, weil so viele verloren gehen wrden, obwohl es doch ein so wirksames Heilmittel gab.

Das ist der Schmerz Gottes! Es ist der Schmerz, den sich die Menschheit zuzuschreiben hat. Jesus trug nicht nur unsere Snden ans Kreuz. Er trug ebenso die Schmerzen der ganzen Welt!

Hier in New York treffen wir berall Menschen, die nervs und deprimiert sind. Wir finden Drogenabhngige, Alkoholiker und Heimatlose, die vor der Tr unserer Gemeinde sitzen. All diesen Menschen wird das Evangelium frei gepredigt, und doch weisen viele es zurck!

Im Garten sah Jesus vor seinen gttlichen Augen die groen Massen der Menschheit mit all ihren Schmerzen. Und in diesem Moment lud Er alles auf sich - Ihre Schmerzen, meine Schmerzen und die Schmerzen einer jeden Person, die Ihn jemals ablehnen wrde.

Doch ich glaube, dass Jesus das Herz noch aus einem anderen Grund schwer war. Er wusste, die Menschen wrden Ihn verspotten, sich ber ihn lcherlich und Ihn zum Spottlied der Trinker machen. Und es schmerzte ihn, weil sie wegen der Verleugnung Seines Opfers gerichtet werden wrden.

Als Christus Seinen Jngern sagte, "... konntet ihr nicht eine Stunde mit mir wachen?"(Mt 26, 40), sagte Er es mit Schmerzen. Er wollte sie nicht tadeln. Vielmehr schmerzte es Ihn, weil Er wusste, dass ihr Fleisch schwach war. Und Er wusste, was die Schwachheit ihres Fleisches ihnen bringen wrde.

Gleich im nchsten Vers sagte Jesus: ".... der Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach." (Vers 41). Mit Seinen allwissenden Augen sah Jesus voraus, wie die Jnger Ihn verlassen und fliehen wrden. Er sah bereits ihre Leere und Schmerzen, nachdem sie Ihn verlassen hatten, und dass sie zu ihrem vorherigen Leben als Fischer zurckkehren wrden.

Er wusste um das, was folgen wrde: wie Petrus ihn verleugnen wrde. Jesus sah den einst so mutigen Jnger in die Berge laufen und weinend ausrufen: "Wie konnte ich Jesus nur verleugnen? Wie konnte ich nur so etwas Schreckliches tun?"

Als Jesus deshalb zu diesen Mnnern sagte: "Konntet ihr nicht mit Mir wachen?", drckte Er nicht damit aus: "Ich brauche einen Kameraden in Meiner Zeit der Versuchung." Nein - Er war Gott! Er braucht niemanden, der Ihm beistand und Ihn ermutigte.

Vielmehr war Jesus voller Schmerz wegen Seiner Jnger. Er wollte damit zum Ausdruck bringen: "Wenn ihr nicht mit Mir wacht, werdet ihr nicht vorbereitet sein. Ihr werdet nicht in der Lage sein, das, was auf euch zukommt zu bewltigen!" Er wusste, dass sie Ihm in ihren Herzen abtrnnig werden wrden, weil sie zu trge waren, sich zu rsten. Und der Gedanke an das daraus resultierende Leiden tat Ihm sehr weh.

Glauben Sie nicht, dass Jesus nicht um Judas trauerte. Er konnte diesen Mann nicht einfach so ohne Weiteres verwerfen und sagen: "Ach, Teufel, tu, was du tun musst!" Ich glaube vielmehr, dass Jesus innerlich weinte, als Judas den oberen Raum verlie, um Ihn zu verraten.

Christi allwissende Augen sahen diesen Jnger, wie er dreiig Silbergroschen auf den Boden warf und rief: " Ich habe den lebendigen Gott verraten!" Und ganz sicher fhlte Jesus den Jammer dieses gequlten Mannes, als er hinging, um sich zu erhngen.

Ich mchte euch etwas mitteilen, was der Herr mir vor kurzem offenbarte:


Es bereitet Gott kein
Vergngen, zu richten!


Jedesmal, wenn wir gegen Gott sndigen, verlangt es Seine Gerechtigkeit, Seine Kinder zu zchtigen. Doch das ist eine Aufgabe, die Gott am meisten weh tut - Gericht ber die zu bringen, die Seine Gesetze missachten!

"Denn ich habe keinen Gefallen an dem Tod des Sterbenden, spricht Gott der HERR. Darum bekehrt euch, so werdet ihr leben." (Hes. 18, 32)

Gott sagt: "Denkst du, es bereitet mir Freude, wenn Menschen, selbst die bsen, sterben? Niemals! Ich habe keinen Gefallen am Untergang auch nur eines Snders."

Jesus hat sich ber Judas' Tod nicht gefreut. Er weidete sich nicht daran und sagte: "Schau, was mit Verrtern geschieht!" Genauso wenig hat der HERR Freude am Tod oder Untergang von Drogendealern, Abtreibungsrzten oder gar Mrdern. Er freut sich nie, wenn jemand in Snden stirbt.

Doch wie unterscheiden wir uns da vom HERRN! Wir falten die Hnde und sagen: "Danke HERR - da hast Du es dem Bsen aber gezeigt." Wir fhlen nichts vom Schmerz Gottes, wenn ein Snder fllt!

Sie mgen einwenden:"Aber sagt Gott nicht in Sprche 1, 26: Ich werde auch ber dein Unglck lachen.'?"

Nein! Der Zusammenhang dieses Abschnitts beginnt im Vers 20. Dort lesen wir: "Die Weisheit schreit drauen; auf den Pltzen lsst sie ihre Stimme erschallen...spricht sie ihre Worte: Bis wann, ihr Einfltigen, wollt ihr Einfalt lieben...?" (Verse 20 - 22) Es ist noch immer die Weisheit, die in Vers 26 sagt: "Ich werde auch ber euer Unglck lachen.."

Es ist die Weisheit - nicht Gott -, die sich ber die Snder lustig macht. Diese Stelle redet die an, die alle Weisheit von sich weisen und ber guten Rat spotten. Wissen Sie, hier geht es um ein Gesetz - eine festes Prinzip Gottes -, das wir Weisheit nennen. Wenn Sie bei Rot ber die Strae gehen und von einem Wagen angefahren werden, spottet die Weisheit in Gestalt dieses Verkehrslichtes ber Ihr Unglck.

Gott knnte niemals ber das Unglck selbst der niedertrchtigsten Person lachen. Er kann nicht ber die spotten, die von ihren Snden zerstrt werden. Im Gegenteil, Er sagt uns, Er hat absolut keine Freude am Tod eines einzigen Snders.

Doch Seine Weisheit ruft jeden. Sie ruft auch in diesem Augenblick Menschen auf den Straen vor der Times Square-Gemeinde. Solche, die die Stimme Gottes hren sollten - aber stattdessen die Weisheit verspotten -, werden am Tage des Gerichts von dieser Weisheit verspottet werden. Dann wird die Weisheit ausrufen: "Wie dumm ward ihr doch!" "Dann werden sie zu mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden mich suchen, aber sie werden mich nicht finden" (Vers 28).

Doch bietet das gleiche Kapitel in den Sprchen auch Hoffnung an. Es offenbart Gottes Herz im letzten Vers:

"Aber wer auf mich hrt, wird sicher wohnen, kann ruhig sein vor des Unglcks Schrecken" (Vers 33).


Wir erhalten eine weitere Vorstellung des
Schmerzes Gottes, als Jesus ber
die Stadt Jerusalem weint!


"Und als er sich nherte und die Stadt sah, weinte er ber sie, und sprach: Wenn auch du an diesem Tag erkannt httest, was zu deinem Frieden dient! Jetzt aber ist es vor deinen Augen verborgen. Denn Tage werden ber dich kommen, da werden deine Feinde einen Wall um dich aufschtten und dich umzingeln und dich von allen Seiten einengen; und sie werden dich und deine Kinder in dir zu Boden werfen und werden in dir nicht einen Stein auf dem anderen lassen, dafr dass du die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast." (Lu 19, 41 - 44)

Wer weint hier? Es ist Jesus - der Fleisch gewordene Gott!

Er stand nicht auf einer Kiste und rief mit erhobenem Finger: "Eines Tages wird ein Heer kommen und eure Frauen und Kinder tten!"

Nein - Jesus weinte, whrend Er dies prophezeite. Er schaute vierzig Jahre voraus auf die Zeit, wenn Titus mit seiner Arme Jerusalem einnehmen, die Stadt plndern und den Tempel zerstren wrde. Dieses Holocaust wrde jedes andere Holocaust bertreffen. Jesus sah, wie dies geschehen wrde und Er weinte ber die Stadt.

In Krze wrden die Einwohner Jerusalems Ihn verwerfen - sie wrden Ihn anspucken, verspotten, schmhen, Seinen Namen verfluchen und Ihn kreuzigen. Doch da stand Er und weinte vor Schmerz ber sie - denn Gottes Gerechtigkeit verlangte Strafe! Gerechtigkeit wrde eine heidnische Armee in ihre Straen bringen - und Mnner, Frauen und Kinder wrden ohne Gnade ermordet werden.

Doch ich glaube, Jesus weinte auch ber das, was Jerusalem htte widerfahren knnen: Gott htte ihnen erscheinen knnen. Sie htten Segnungen, Vergebung und ein neues Herz haben knnen. Doch sie lehnten es ab! Der nchste Vers berichtet uns, warum der Schmerz Jesu so gro war:

Und er ging in den Tempel und fing an auszutreiben, die darin verkauften und kauften, und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: "Mein Haus ist ein Bethaus"; ihr aber habt es zu einer Ruberhhle gemacht." (Verse 45 - 46)

Jesus ging mit einer Peitsche in den Tempel und trieb alle Geldwechsler hinaus. Warum dieses strenge Vorgehen? Er tat es, weil Er wusste, dass gerade diese Snden das kommende Gericht beschleunigen wrden!

Jesus fhlte den Schmerz dieses frchterlichen Zukunftsszenarios. Er hrte all die Schreie der Frauen mit Messern in ihren Buchen, das Heulen der Kinder, die unter den Fen der Armee von Titus zertrampelt wrden. Und es betrbte Ihn zutiefst zu sehen, wie der Tempel Stein um Stein zerstrt werden wrde.

Jesus sah dies alles voraus und sagte: "Versteht ihr Geldwechsler denn nicht? Was ihr ihr tut, fordert Gottes Gericht heraus!" Gott war voller Schmerz ber Sein erwhltes Volk - weil ihre Snde sie ins Verderben bringen wrde!

Es mussten Trnen in Seinen Augen gewesen sein, als Er mit der Peitsche schlug. Ich glaube nicht, dass die Leute im Tempel auch nur ein einziger Schlag traf. Stattdessen schlug Er auf die Tische und Karren ein und lie sie in der Luft knallen. Er nutzte diese Peitsche als Rute der Liebe. Dies war Seine Art zu sagen: "Wacht auf! Ihr zwingt Gott, das auf euch zu bringen, was Ihm am meisten weh tut!"

Lassen Sie mich Ihnen einen weiteren Einblick in den Schmerz Gottes geben:

"Da sprach der HERR zu Mose: Geh, steig hinab! Denn dein Volk, das du aus dem Land gypten heraufgefhrt hast, hat schndlich gehandelt. Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht, sind vor ihm niedergefallen, haben ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Gtter, Israel, die dich aus dem Land gypten heraufgefhrt haben! Weiter sagte der HERR zu Mose: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. Und nun lass mich, damit mein Zorn gegen sie entbrenne und sie vernichte; dich aber will ich zu einem groen Volk machen. Mose aber flehte den HERRN, seinen Gott, an und sprach: Wozu, o HERR, entbrennt dein Zorn gegen dein Volk, das du mit groer Kraft und starker Hand aus dem Land gypten herausgefhrt hast? Wozu sollen die gypter sagen: In bser Absicht hat er sie herausgefhrt, um sie im Gebirge umzubringen und sie von der Flche des Erdbodens zu vertilgen? Lass ab von der Glut deines Zornes und lass dich das Unheil gereuen, das du ber dein Volk bringen willst... Da gereute den HERRN das Unheil, von dem er gesagt hatte, er werde es seinem Volk antun" (2. Mo 32, 7-14).

Viele Christen lesen diesen Abschnitt und messen Mose flschlicherweise mehr Gnade und Vergebung bei als Gott. Sie denken: "Mose setzt sich fr Israel ein, whrend Gott bereit ist, es zu zerstren."

Nichts knnte weiter von der Wahrheit entfernt sein als das! Es gibt nur einen Grund, warum Mose so beten konnte: Weil er Gottes barmherziges Herz kannte!

Sehen Sie, Gott sprach hier aus Seiner Gerechtigkeit heraus - und die Gerechtigkeit verlangte, das dieses Volk vernichtet wrde. Doch Mose wusste, dass es Gott zu sehr weh tun wrde, Seine Kinder umkommen zu lassen. Er wusste, dass Gott dieses Volk liebte. So betete er: "HERR, ich wei, dass dies nach deiner Gerechtigkeit schreit und Du sie herbeifhren musst. Dieses halsstarrige Volk sollte ausgelscht werden.

"Aber ich wei auch etwas anderes, HERR. Nmlich dass Du den Schmerz nicht ertragen knntest, wenn Du es ttest! Du magst 10.000 oder 20.000 tten - doch je mehr Du ttest, umso grer wre Dein Schmerz. Ich kenne Dein Herz, Gott - und ich wei, Du kannst Israel nicht vernichten, denn Du liebst es!"

Die Bibel sagt, es "gereute" Gott - was bedeutet, Er nderte seine Absicht, wie Er Israel richten wrde. Er wrde sie nicht vernichten. Stattdessen wrden das Volk in der Wste dahinschwinden lassen. Doch Gott entzog er ihm nie Seine Gnade. Obwohl das Volk Ihm weitere achtunddreiig Jahre durch Unglauben groen Kummer bereiten wrde, beschtzte, fhrte, ernhrte und kleidete der HERR sie bis zu ihrem Tode.


Wenn ich daran denke,
was Hiob durchgemacht hat,
sehe ich, welchen Schmerz
Gott durchgemacht hat!


Ich frage mich, wie oft dem HERRN, als er Hiob sah, danach verlangte zu sagen: "Genug! Ich kann es nicht zulassen, dass Mein Knecht weiter so leidet. Ich muss dem ein Ende bereiten!"

Wenn Sie meinen, dass Hiob litt, lassen Sie mich Ihnen versichern, wie sehr Gott mit ihm mitlitt. Ich stelle mir vor, wie Gott zu ihm sagte: "Halte durch Hiob, und ich gebe dir alles zurck, was du verloren hast - anderthalbmal so viel." Als Hiobs Leiden dann endlich ein Ende hatte, sagte Gott: "Ich werde dir alles verdoppeln, Hiob! Ich gebe dir doppelt so viel wie du vorher hattest!"

Darber hinaus sehen wir Gottes Schmerz, als er an David wegen seiner Volkszhlung richten musste. Gott hatte David befohlen, das Volk nicht zu zhlen, damit er nicht versucht sein wrde, sich auf den Arm des Fleisches zu verlassen.

Doch David tat, was Gott ihm verboten hatte. Und das tat Gott weh:

"Und diese Sache missfiel Gott, und er schlug Israel" (1. Chr 21, 17).

Gott musste David richten. Der Knig war stolz darauf gewesen, ein berma an tchtigen Kriegern zu haben. So sandte der HERR einen Engel, um Gerechtigkeit zu ben, indem er Israel durch die Pest umkommen lie. Schon bald starben die Stolzen dahin wie die Fliegen.

David hrte zu als Boten ihm die frchterliche Nachricht brachten - 10.000 Tote in Hebron; 5.000 Tote in Benjamin; 6.000 Tote in Juda. Der Zahl der Toten nahm stndig zu.

Schon bald darauf waren 70.000 Israeliten tot. Der Todesengel war durch das Land gezogen und hatte berall Menschen vernichtet. Nun stand er mit gezcktem Schwert ber Jerusalem und war bereit, zuzuschlagen. Der Rest von Davids starken Kriegern stand kurz vor der Zerstrung!

Gott traf den Kern von Davids Stolz. Er wollte diesen Mann retten - ihn dem Feind seiner Seele entreien. Die Bibel sagt uns:

"...Dann fielen David und die ltesten von Israel, die in Sacktuch gekleidet waren, auf ihr Angesicht" (Vers 16).

Als David von all den Toten in Israel erfuhr, fiel er in Reue auf seine Knie. Er weinte und klagte: "Oh Gott, das ist mein Fehler! Diese Leute sind unschuldig. Bitte, HERR, verschone sie. Richte mich!"

Gott hielt die Schmerzen Davids nicht mehr lnger aus. Schlielich rief Er dem Engel zu: "Genug, steck dein Schwert weg. Dieser Schmerz ist zu viel fr Mich!"

" Und der HERR sprach zu dem Engel, und der steckte sein Schwert wieder in seine Scheide" (Vers 27).

Es war als wollte Gott sagen: "Wenn ich es weiter zulasse, dass sie gerichtet werden, wird mir der schreckliche Schmerz Davids zu viel. Er wrde an einem gebrochenen Herzen sterben!"

Das uns hier gegebene Bild zeigt uns, wie unglaublich Gottes Herz von Schmerz erfllt sein kann. David hatte Gott betrbt und Seine Gerechtigkeit verlangte Bestrafung. Doch Gott blickte nicht schadenfroh auf David herab und sagte: "Hast du deine Lektion jetzt gelernt?" Nein - Davids Trnen erreichten Gottes Herz der Liebe! Der HERR fhlte Davids Schmerz, Ihn berhrte das Gefhl seiner Schwche. Und Er sagte: "Genug!"


Ich glaube, dass, wenn wir Gott dazu zwingen,
uns wegen unserer Snden zu zchtigen und zu strafen,
wir Ihm "zweifachen Schmerz" verursachen.


Der erste Teil dieses schrecklichen "zweifachen Schmerzes" Gottes entsteht, wenn wir in Seiner Gegenwart, gegen Sein Licht und Seine Liebe sndigen.

Doch es ist nicht die Snde an sich, die Gott Schmerz bereitet. Es ist die Tatsache, dass Er wei, dass unsere Snde Konsequenzen hat, die nicht lange auf sich warten lassen. Gott kennt den Preis, den wir bezahlen werden: Unsere Snde wird uns Schmerz und Kummer bringen. Und das tut Ihm unwahrscheinlich weh.

Der zweite Teil des schrecklichen "zweifachen Schmerzes" Gottes ist der, dass unsere Snde Ihn zwingt, Sein Wort zu erfllen und uns zu strafen. Er muss wie ein liebender Vater dabeistehen und zuhren, wie wir auf Grund Seiner Zchtigung vor Schmerz aufschreien - und das alles, weil Er in uns einen gttlichen Charakter erzeugen will.

Vor nicht allzu langer Zeit geriet ich in eine Krise und war am Ende meiner Kraft. Ich musste diffamierende Dinge hren ber mich und einen unserer Mitpastoren, der hier in der Times Square Church seinen Dienst tut. Es war schreckliches, verletzendes Gerede. Ich konnte nicht glauben, dass Leute imstande waren, solche Dinge zu sagen. Es verletzte mich zutiefst.

Nachdem dies eine ganze Weile so weitergegangen war, fing ich an, Gott an Sein Wort zu erinnern:

  • "Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft; und wer frech Lgen redet, wird umkommen" (Spr 19, 9).

  • "Ein Bser achtet auf bse Muler, und ein Falscher gehorcht den schdlichen Zungen" (Spr 17, 4).

  • "Ein Verleumder verrt, was er heimlich wei; aber wer eines getreuen Herzens ist, verbirgt es" (Spr 17, 4).

  • "Wer den Hass heimlich hlt, Schaden zu tun, des Bosheit wird vor der Gemeinde offenbar werden" (Spr 26, 26).

Nach einiger Zeit spter rief ich vor Verzweiflung aus: "O Gott, wie lange willst Du das noch so weitergehen lassen? Die Lgen ndern sich so schnell, dass ich von einem Tag zum anderen nicht mehr wei, was sie sind. Ich komme nicht mehr dagegen an. Du bist mein Beschtzer, HERR - und Du hast gesagt, dass Du fr Deine Kinder rechten willst. Ich sehe jedoch nicht, dass Du Recht sprichst. Bitte, HERR - wie viel muss ich noch ertragen, bevor Du handelst?"

Als ich an all die bsen Nachreden dachte, mit denen ich zu kmpfen hatte, kamen mir andere, von allen Seiten angefochtene Pastoren und Diener Gottes in den Sinn. Es gibt heutzutage so viele Heilige - Gott hingegebene, gerechte Menschen -, die Schweres durchmachen mssen, weil ihnen von seiten ihrer Mitarbeitern, Familie und sogar Freunden bel nachgeredet wird.

"Warum, HERR?" betete ich. "Wo sind Deine gerechten Gerichte? Warum lsst Du es zu, dass Deine Leute so verletzt werden? Warum wartest Du so lange, bevor Du Gerechtigkeit bringst?"

Der HERR antwortete mir: "David, ich bin barmherzig und geduldig und langmtig, weil es Mich schmerzt, Mein Gericht zu vollziehen. Wenn du Meinen Schmerz fhlen knntest, wrdest du niemals sehen wollen, wie Ich strafe. Du wrdest verstehen, warum ich so lange damit zgere!"

Dann zeigte mir Gott ein schreckliches Bild der Gerichte, die Er ber diejenigen schicken muss, die gegen Sein Wort sndigen. In der Tat, schreckliche Dinge werden denen widerfahren, die nicht nachlassen, auf Grund von Tratsch und bler Nachrede zu sndigen.

Doch der Gedanke an gttliche Vergeltung - dass Gott auch nur eine Person strafen knnte - berwltigte mich. Ich rief aus: "Oh, HERR, richte nicht um meinetwillen! Bitte tu es nicht, auch nicht an jenen, die mich verletzt haben. Tu es nicht, nur um mich zu rechtfertigen!"

Ich fhlte etwas vom Schmerz Gottes - von Seinem Widerstreben, Sein Gericht auszuben! Und dieser Schmerz blieb mir etwa eine Viertelstunde im Herzen.

Dann redete der HERR zu mir: "David, du weit wie schmerzhaft es ist, deine Kinder zu strafen, weil du sie liebst. So ist es auch mit Mir. Es tut Mir weh, Gerechtigkeit zu ben und die zu zchtigen, die ich liebe!"


Gott erlaubte mir schlielich einen Einblick
in den Schmerz, den Er jedesmal erlitt,
wenn Er mich zchtigen musste!


Ich kann mich sehr lebhaft an vier oder fnf Beispiele erinnern, wo mich der HERRN schwer zchtigte. In jenen Zeiten sagte ich: "Oh, Gott, das tut so weh! Das mchte ich nie wieder durchmachen mssen."

Und nun sagte Gott mir: "David, auch Ich wollte es nicht mehr. Es tat mir weh, dazustehen und zusehen zu mssen, wie du littst. Ich habe es nur uerst ungern getan. Es hat Mir keine Freude bereitet. Es hat mich sehr bekmmert. Und doch musste es geschehen - weil Ich dich liebe!"

Gott hat mir auf harte Weise gezeigt, dass ich niemals ber die Zchtigung eines anderen froh sein sollte. Doch mge der Herr den Christen gndig sein, die sich ber die Zchtigung anderer freuen:

"Freue dich nicht ber den Fall deines Feindes, und dein Herz frohlocke nicht ber seinen Sturz" (Spr 24, 12).

Es darf uns nicht nur nicht freuen, wenn Gott ber jemandem sein Gericht ausbt. Wir sollen darber hinaus auch etwas vom Schmerz Gottes fhlen, wenn Er es tut! Wir knnen uns einfach nicht in der Gegenwart eines Meisters freuen, der beim Schlagen weint, vor Christus, der mit gebrochenem Herzen dasteht.

Gottes Gericht ber andere sollte uns das Herz brechen. Es sollte uns dazu bringen auszurufen: "Oh Gott, genug! Bitte - lass Deinen Engel sein Schwert zurckziehen."

"Alle Zchtigung scheint uns zwar fr die Gegenwart nicht Freude, sondern Traurigkeit zu sein; nachher aber gibt sie denen, die durch sie gebt sind, die friedsame Frucht der Gerechtigkeit" (Hebr 12, 11).

Gott spricht hier ber Sein eigenes Herz, ebenso wie ber unseres. Seine Zchtigungen bereiten Ihm keine Freude, sie bereiten Ihm Schmerzen und Kummer!

Doch wenn Gott hereinbricht, um zu richten, bleibt Er Seinen Kindern in Seiner Zchtigung nahe. Er wartet bei jedem Schlag, ob der letzte nicht eine Trne hervorgebracht hat. Er schaut nach der leisesten Andeutung von Trauer und Reue. Und beim ersten Anzeichen davon hrt Er gleich auf! Es seht sich danach, zu sagen: "Genug - das reicht! Es tut Mir zu sehr weh!"

Liebe Brder und Schwestern, wir mssen mit der Sache des Schmerzes Gottes klarkommen. Wir mssen uns selbst zchtigen - unsere Gedanken gefangen nehmen und sagen: "Oh Herr, hilf mir, fr meine Feinde zu beten - fr die, die mich verletzen wollen!"

Gott liebt selbst den schlechtesten, niedertrchtigsten Snder auf der Strae. Und wenn Er diesen Menschen schon so liebt, wie viel mehr muss Er dann den Christen lieben, der uns verletzt und sich uns zum Feind gemacht hat?

Vielleicht haben wir inzwischen eine Vorstellung davon, wie weit wir doch vom Herz Gottes entfernt sind. Wir mssen noch so viel ber Sein Herzen lernen. Nein, Er freut sich nicht ber Sein Gericht. Er findet kein Gefallen am Tode der Bsen, noch an der Zchtigung Seiner Kinder. Im Gegenteil, es tut Ihm unsagbar weh.

Lassen Sie mich Ihnen sagen, woran Gott Freude hat:

"Wer ist ein Gott wie du, der die Schuld vergibt und Vergehen verzeiht dem berrest seines Erbteils! Nicht fr immer behlt er seinen Zorn, denn er hat Gefallen an Gnade. Er wird sich wieder ber uns erbarmen, wird unsere Schuld niedertreten; und du wirst alle ihre Snden in die Tiefen des Meeres werfen" (Micha 7, 18+19).

Gott sei Dank fr seine groe Barmherzigkeit, die jedem zur Verfgung steht. Es bereitet Ihm groe Freude, gndig zu sein.

Halleluja!

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(Bibelstellen - soweit nicht anders angegeben - nach der Luther-bersetzung)

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